Zuger Sparpaket zeigt heuchlerische Finanzpolitik

SparpaketDas vom Zuger Regierungsrat vorgestellte Sparpaket über 100 Millionen Franken hat genau einen Effekt: Es zeigt auf, wie heuchlerisch die bürgerliche Sparpolitik in den letzten Jahren geworden ist. An der Kantonsratssitzung vom 3. Juli  hat dieselbe bürgerliche Mehrheit, die jetzt in der Bildung unserer Kinder sparen will, das Strassenbauprogramm 2014 – 2022 abgesegnet. Ein Freipass über 250 Millionen für die nächsten acht Jahre – ohne jegliches Hinterfragen. Der Antrag der Alternativ-Grünen Fraktion auf Halbierung der Laufdauer des Strassenbauprogramms auf vier Jahre, im Sinne einer vorausschauenden und verantwortungsbewussten Finanzpolitik, wurde von allen anderen Parteien abgelehnt. Obwohl gerade vor Wahlen immer wieder mit der Angstmacher-Kelle angerührt wird, entspricht die effektive Politik dieser Parteien in den konkreten Fällen jeweils genau dem Gegenteil. Und wenn dann wirklich irgendwo Abstriche gemacht werden, dann werden weiterhin die jungen Familien mit tiefen bis mittleren Einkommen geschröpft. Steuerreduktionen für internationale Holdings und ihr Topkader müssen endlich gestoppt werden. Es braucht eine Rückkehr zu einer verantwortungsvollen Finanzpolitik im Dienste der gesamten Zuger Bevölkerung.