Von roten Zahlen und einem roten Teppich

roter_Teppich2

Die bürgerliche Mehrheit der Staatswirtschaftskommission will im Budget 2015 die Verbilligungen für die Krankenkassenprämien einfrieren. Das heisst – junge Menschen, Familien mit kleinen und mittleren Einkommen sowie Rentner ohne grosses Vermögen werden für ihre Krankenversicherung deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen. 3,3 Millionen Franken „sparen“auf dem Buckel der Bürgerinnen und Bürger. Wobei, Sparen ist das falsche Wort: je nach finanzieller Situation der Betroffenen muss nämlich die AHV mit Ergänzungsleistungen oder gar die gemeindliche Sozialhilfe einspringen.

Die roten Zahlen im Kantonsbudget sind für die bürgerlichen Parteien nun der willkommene Anlass für einen Abbau in der Bildung, beim Personal oder in der Gesundheit. Die negativen Haushaltsrechnungen kommen abe nicht von ngefähr, sondern sind die direkte Folge mehrfacher Steuersenkungen zugunsten internationaler Unternehmen und zugunsten der Topverdiener. Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen den roten Zahlen bei Kanton und Gemeinden und dem roten Teppich, der über Jahre für den Geldadel ausgerollt wurde.

Darum sage ich Nein zu unüberlegten „Sparmassnahmen“ auf dem Buckel des Mittelstandes und der Schwächsten in unserer Zuger Gesellschaft. Und ich sage gleichzeitig klar Ja zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung. Es ist Zeit, den roten Teppich einzurollen.