Sorge tragen zu staatlichen Leistungen

Der Kanton Zug hat in den letzten Jahrzehnten durch steuerliche Anpassungen viele finanzkräftige Unternehmen und Einzelpersonen angezogen. Als kleiner Kanton profitieren wir gleich mehrfach, weil es im Raum Zug praktisch keine wirtschaftlich schwachen Regionen gibt. Da hat ein grosser Kanton wie zum Beispiel Bern, mit dem Emmental oder dem Berneroberland ganz andere Herausforderungen. Der NFA ist ein wichtiges Vehikel, für einen solidarischen Ausgleich in der Schweiz, auch wenn das aktuelle Berechnungsmodell nicht aller Tage Abende ist. Im Kanton Zug schreiben die Gemeinden schwarze Zahlen, der Kanton zu letzt rote Zahlen. Anstatt nun beim Mittelstand, der Bildung oder den sozial schwächer gestellten Menschen zu sparen, würde ein verstärkter innerkantonaler Ausgleich, wie ihn die CVP Motion fordert, absolut Sinn machen. Die vom Kantonsrat in erster Lesung beschlossene Steuererhöhung ist jedoch auch notwendig, um die Kantonsfinanzen wieder auf Kurs zu bringen. Verfallen wir nicht dem neoliberalen Privatisierungswahn, sondern tragen wir Sorge zu unseren staatlichen Leistungen, die allen Menschen zu Gute kommen.